Aber von Anfang an: bin puenktlich um 6:30 Ortszeit in Phuket gelandet, danach weiter mit dem Taxi zum Pier. Dort hat das Treffen mit den anderen Seglern super funktioniert. Ein Teil der Gruppe hat dann neuen Bordproviant besorgt, waehrend ich und Andres die Tauchflaschen organisiert haben. Die 5 Tage Segeln waren ein besonderes Erlebnis: Am ersten Tag sind wir von Ao Chalong (Phuket) nach Phi Phi Island gesegelt, Wind war ganz gut, so konnten wir gleich mal die Segeln hiessen. Am Abend dann ausgezeichnetes Thai-Essen (Green Curry) auf Phi Phi Island. Am naechsten Tag waren wir die ersten am Strand von Monkey Bay. Dort haben wir gleich mal einen Tauchgang gemacht, nicht Tief, aber trotzdem viel gesehen. In der Zwischenzeit hat ein Affe aus meinem Plastiksack ein geschlossenes Cola gefladert, aufgebissen und genuesslich ausgetrunken. Danach gings weiter Richtung Ko Lanta. Am Abend haben wir vor Maya Bay, besser bekannt als "The Beach" aus dem gleichnamigen Film, geankert. Am Morgen waren wir dann die ersten, die auf "The Beach" waren, danach noch ein kurzer Tauchgang.
Weiter gings dann nach Ko Lanta, wir sind am Abend wieder an Land gegangen und haben die Pier eines Luxusresorts erwischt. Unsere Skepsis, dass die uns gleich rauswerfen, war unbegruendet, die waren froh, dass endlich Leute da waren. An der exquisiten Bar tranken wir dann noch einen Cocktail, dann haben wir uns noch ein wenig die einfachere Gegend ausserhalb des Resorts angeschaut und noch ein paar gebratene Ananas und Bananen verdrueckt.
Am naechsten Tag gings zu einer kleinen Insel namens Ko Rok Nok, schon relativ weit suedlich. Da wir am Boot essen wollten, mussten wir uns noch etwas Nahrhaftes besorgen und so haben wir versucht von Fischern etwas Fisch abzukaufen. Das erwies sich aber als schwieriger als gedacht, weil die Fischer kein Wort Englisch sprachen. Wir probiertens dann auch auf Thai (Fisch auf Thai heisst "plaa") aber auch da waren wir nicht erfolgreich, so zeichneten wir dann einen Fisch auf ein Blatt Papier und beim naechsten Fischer hats dann geklappt. Leider hatte der Fischer keine kleinen Fische und so kauften wir einen 1 Meter langen Barracuda - wir haben zu acht 2 Tage lang davon gegessen und mussten trotzdem ein Drittel weggeschmiessen. Aber das Zerlegen des Riesenfisch selbst war schon ein Erlebnis. Danke nochmals an Karin und Andreas.
Bei Ko Ngai gibts den Admirals Cave. Das war einer der Hoehepunkte beim Segeln. Man schwimmt durch einen 80 Meter langen Tunnel und landet in einem Art Kamin, umgeben von ca. 70 Meter hoehe Felsen. Piraten haben da frueher ihre Beute versteckt. Wir hielten uns nicht zu lange auf, damit wir von der Flut nicht ueberrascht werden (da kommt man dann nicht mehr raus). Im Tunnel haben wir uns dann kurz verrannt, was bei einigen etwas Nervenflattern verursacht hat. Am Abend legten wir dann, nachdem wir ein Drittel des ausgezeichneten Fisches verspeist hatten, noch in Ko Rok Nok an. Dort gabs bis auf den Ranger und seinen Freunden keine anderen Leute - aber gluecklicherweise hatten sie noch Singha-Bier und so haben wir dort noch gemuetlich einige Bierchen verdrueckt.
Am nachsten Tag sind Tom und ich frueh aufgestanden, weil wir am Morgen noch die Fische aergen wollten. Dann gings wieder retour nach Phi Phi Don. Wir gingen dort wieder Essen, haben aber beim ersten Mal ein besseres Restaurant erwischt. Dafuer waren die Cocktails bei der Strandbar ausgezeichnet - dort zeigten ein paar Feuerkuenstler eine ganz nette Show.
Der naechste Tag bot dann fur mich einen weiteren Hoehepunkt. Tauchen beim Anemone Reef. Das war bis jetzt der schoenste Tauchgang in meinem Leben, ich hab noch nie soviel buntes Leben unter Wasser gesehen. Da auf der Perleninsel (Ko Khai Nok) alles schon geschlossen hatte, gings dann gleich weiter nach Phuket in die Bucht von Po. Dort gabs keinen Tourismus, nur ein Restaurant und da die Leute dort muslimisch sind, gabs auch kein Bier.
Der Segeltoern endete dann in der Marina von Phuket. Wir haben dann noch gemeinsam gegessen, danach trennten sich fuers erste Mal unsere Wege. Waehrend die anderen rauf zum Khao Sok Nationalpark fuhren, gings fuer mich weiter nach Tonsai Beach bei Krabi.
Ich leistete mir den Luxus einer 3-stuendigen Taxifahrt. Der Taxler brachte mich sicher nach Ao Nang und unterstueztzte mich bei meiner Quartiersuche. Da aber niemand die Bungalows auf Tonsai kennt, brachte er mich weiter zum Pier und setzte mich in ein Longtail-Boot. Das Longtail-Boot brachte mich aber nach Railey Beach West, statt zu Tonsai. Bei der Tourist-Info auf Railey sagten sie mir dann ich kann nach Tonsai durch eine Art Tunnel gehen. Die Anmerkung, ich soll auf mich und meine Gepaeck aufpassen, machte mich dann zu Recht ein wenig skeptisch. Es gab naemlich keinen Tunnel, sondern man musste durch Meer und ueber Felsen gehen. Mit 2 Rucksaecken war mir das dann doch zu heftig. Gluecklicherweise bot mir ein Italiener seine Hilfe an und nahm mir einen Rucksack ab. Wir kamen gleich ins Gespraech, ein Kanadier gesellte sich dann auch noch dazu und wir fanden heraus, dass wir alle auf der Suche nach Kletterpartner waren. So hatte die Tortur auch etwas Gutes. Wir trafen uns dann am Abend noch auf ein paar Bier. In einer Bar spielten sie ziemlich gute Musik und auf einer Slackline zeigten einige ihr Koennen. Mir hats da sofort gefallen, bin lange geblieben. Bin am naechsten Tag spaet auf, somit war ich zu spaet fuer die Kurse und gefuehrten Klettertouren. Mit Chad und Stefano traf ich mich aber erst um 2, ich wollte aber am Vormittag noch auf die Felsen. Ein Kletterguide liess sich dann doch noch ueberreden. Sein Namer war Tar, ich machte mit ihm ein paar 6a und 6b, gerade ideal fuer mich. Das Gestein dort ist ein Traum, viele Taschen und Loecher, man findet fast immer was zum Greifen, wenn man aber nich sauber klettert, braucht man viel Kraft. Am Nachmittag dann mit Chad und Stefano der erste Vorstieg, nach 2/3 bin ich bei einem Ueberhang angestanden. Stefano hats zum Glueck geschafft und somit konnte Chad die Route auch noch im Nachstieg gehen.
Am Abend dann wieder Party, in der mittleren Bar fand eine Art "Full Moon Party" statt, allerdings viel kleiner wie auf Ko Phangan. Hab viele Leute kennen gelernt, zum Schluss noch meinen Kletterguide Tar getroffen, mit ihm noch 2 Bier getrunken. Er hat mir angeboten, dass er auch kostenlos mit mir Klettern geht - wirklich ein netter Kerl.Am naechsten Morgen verschlief ich dann den vereinbarten Treffpunkt. Ging zuerst mal fruestuecken und traf dort zufaellig Stefano - er hat auch verschlafen. Wir gingen dann durch den Dschungel nach Railey Beach East. Dort kannte Stefano einen Typen a la Bob Marley, sein Name war Chao. Er hatte eine Coffee-Bar und auch eine Kletterschule. Wir buchten eine Tour und gingen mit Tok klettern. Nach 3 Stunden verliess uns Tok. Stefano und ich wollten noch etwas klettern, die leichten Routen waren alle besetzt und so schluepfte der Chef persoenlich in den Klettergurt und legte uns noch eine 6b und eine 6a zum Abschluss. Stefano und ich gingen dann noch zu einer Lagune.
Ein kleiner Teich in einer Art Vulkan, aehnlich wie Admirals Cave. Ich rechnete mit einem netten Spaziergang, stattdessen mussten wir uns selbst an geknoten Seilen abseilen. War ziemlich heftig, bin mit ziemlich viel Adrenalin unten angekommen. Rauf wars dann leichter und am Aussichtspunkt genossen wir noch den Blick ueber die ganze Halbinsel - Railey Beach West and East und Tonsai Beach. Am Abend dann noch gemuetliches Essen, Tomas und Eric kamen zufaellig vorbei und setzten sich auch zu uns. Heute war deutlich weniger los, vielleicht auch weil es angeblich eine Party im Jungle Hut Resort gab. Wir verbrachten noch ein paar nette Stunden und gingen dann Schlafen. Schweren Herzens verliess ich nach 3 Tagen Tonsai. Das Leben hier war sehr doerflich, nach 3 Tage kennt man schon viele Leute, die Einheimischen von der Massage oder vom Take Away Stand, genauso wie viele Langzeitkletterer die hier teilweise sogar mehrere Monate bleiben.
Ich fuhr dann weiter nach Khao Lak, wo ich Robert, Tom und Sandra wieder traf. Khao Lak ist ein typisches Touristenkaff a la Bibione. Es gibt hier fast nur Cluburlauber, die meisten sind schon etwas aelter. Am Abend ist es vollkommen leer, Robert und ich gingen trotzdem auf einem Cocktail. Auf einer Bambusliege entdeckten wir dann noch 2 Maedels, zu denen wir uns noch dazu setzten. Es waren 2 Deutsche, die auf Phuket in Hotels arbeiten und hier einen Kurzurlaub machen und von der Leere auch ueberrascht sind. Wir tranken dann noch gemeinsam ein paar Bier und hatten einen netten Abend.
Heute war ich etwas Baden, morgen eventuell noch Tauchen auf die Similans und am Donnerstag fliege ich dann in den Norden nach Chang Mai. Dort meld ich mich dann wieder - bis dann!
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